Vareler fahr´n Fahrrad!
Ein Gespräch mit Lena Jürgens, Schülerin aus Varel-Büppel.
Lena, seit wann fährst Du schon Fahrrad?
Seit ich Fahrrad fahren kann – wie alt war ich da? Drei oder vier...
Fährst Du lieber mit dem Rad oder wirst Du lieber mit dem Auto mitgenommen?
Im großen und ganzen fahre ich lieber Rad. Weil dann kann ich selbst entscheiden, wann ich nach Hause möchte und so weiter.
Wozu benutzt Du das Rad?
Um damit jeden Tag zur Schule zu fahren und überhaupt um schnell von A nach B zu kommen. Überall wo ich hin will, fahre ich mit dem Fahrrad hin - außer natürlich bei weiteren Touren nach Oldenburg oder so...
Findest Du, dass man in Varel gut Rad fahren kann?
Ja, das finde ich schon. Überall wo ich lang fahren muss, sind eigentlich Radwege vorhanden. Und auch sonst gibt es keine schlechten Straßen – Rad fahren in Varel find ich gut!
Was stört dich am meisten am Rad fahren?
Am meisten stört mich am Rad fahren das Wetter. Ich fahre ja bei jedem Wetter Rad, egal ob Regen oder auch im dicksten Schnee. Und das stört mich dann schon, wenn ich unerwartet in einen Regenschauer komme und dann kalt werde. Vor allen Dingen an den Händen.
Und was findest Du gut?
Was ich gut am Rad fahren finde? Dass ich unabhängig bin und entscheiden kann, wann ich nach Hause fahren möchte. Natürlich nicht, wenn ich abends weggehe und Vorschriften habe. Aber zum Beispiel nachmittags, wenn meine Ma sagt: „Um sechzehn Uhr fahre ich mit dem Auto wieder zurück.“ Und möchte mich noch mit ´ner Freundin treffen. Dann nehme ich mein Fahrrad und fahre um achtzehn Uhr. Und ich kann mit dem Rad überall hin, auch wenn mich keiner mit dem Auto bringen kann. Selbst bei schlechtem Wetter fahre dann schon mal nach Obenstrohe Freunde besuchen. In Obenstrohe gab´s auch mal ein Eis, das es hier in Büppel zu der Zeit nicht gab. Und wenn wir darauf Lust hatten, sind wir einfach mit dem Rad über Brunsdamm dort zum Kiosk gefahren.
Wohin führte Deine längste Radtour?
Da bin ich jetzt gar nicht so sicher. Eigentlich kann man bei mir nicht von „Radtour“ sprechen, wo ich mir ein festes Ziel vorgenommen habe. Außer dass ich mal nach Rastede und nach Hahn Lehmden gefahren bin. Weil ich den ganzen Tag Rad fahre, habe ich aber automatisch, wenn man so will längere Radtouren - wenn ich jetzt zum Beispiel nach Obenstrohe fahre und von da nach Neuenwege und dann nach Büppel oder Dangast. Es kommt also auch vor, dass ich an einem Tag kreuz und quer durch die Gegend fahre. Aber das zählt ja nicht als Radtour, mit einem vorher fest gelegten Ziel, wo man dann vielleicht auch vor Ort was macht. Ich fahre eigentlich eher so drauf los und nutze das Rad für alltägliche Dinge.
Und wie sieht das in Deinem Freundeskreis mit der Fahrradnutzung aus?
Die sind auch immer alle mit dem Fahrrad unterwegs. Einige meiner Freunde fahren schon sehr viel Fahrrad. Ein Freund von mir ist im Sommer nach Bad Zwischenahn und wieder zurück gefahren. Einfach so, auch ohne dass er sich vorher den Weg überlegt hat. Sonst fahren wir eigentlich alle überallhin mit dem Rad. Und auch viel! Wenn wir im Sommer nach Neuenwege an den See fahren, machen wir das auch mit dem Rad. Oder wir fahren nach Dangast. Früher habe ich gedacht: Nach Dangast mit dem Rad – das ist aber weit. Heute überlegen wir kurz wo wir hinfahren und dann geht’s nach Dangast. Und nach Varel genauso: Als ich noch jünger war, habe ich überlegt: oh – schon wieder so weit nach Varel mit dem Rad fahren. Heute fahre ich manchmal drei mal am Tag in die Stadt. Morgens zur Schule und wenn ich dann wieder komme, fahre ich manchmal schon fast wieder los, weil ich irgend etwas vor habe. Und manchmal fahre ich dann noch abends in die Stadt, zum Beispiel zum Arzt.