Vareler fahr´n Fahrrad!

Ein Gespräch mit Cordelia und Bernd Brunken aus Varel

Sind Sie viel mit dem Fahrrad unterwegs?

Bernd B.: Soweit es die Zeit zulässt, ja.

Wofür nutzen die einzelnen Familienmitglieder das Fahrrad?

Bernd B.: Ich persönlich nutze das Rad um fit zu werden und fit zu bleiben, also ein sportlicher Aspekt. Aus diesem Grund habe ich mir ein Fitness-Bike gekauft, das ich unter anderem dazu nutze, um im Sommer zur Arbeit zu fahren. Eine Strecke sind dann ca. 25 km. Und abends fahre ich gemütlich zurück. Unsere Tochter Tomma fährt mit dem Rad zur Schule und Fynn nutzt das Rad in der Freizeit.

Cordelia B.: Ich nutze mein Fahrrad vor allen Dingen um damit Erledigungen zu machen und ich möchte das Auto in der Garage lassen. Dieser Umweltaspekt ist für mich wichtig und die Bewegung. Ich merke das tut mir gut.

Es klang jetzt schon mehrfach an: Sie sind auch sportlich mit dem Rad unterwegs? Wie ist es dazu gekommen?

Bernd B.: Entstanden ist die Idee vor einigen Jahren während eines Mallorca-Urlaubs im Frühling. Da haben sich viele Rennradfahrer auf die Saison vorbereitet. Das hat mir persönlich gut gefallen und dadurch ist bei mir der Wunsch entstanden, mich auch auf diese Art und Weise fit zu halten. Im Urlaub vielleicht, aber wie gesagt auch hier zu Hause für den Weg zur Arbeit und am Wochenende. Ich habe mir dann ein Fahrrad gekauft und damit wir auch zusammen unterwegs sein können, haben wir auch für Cordelia ein sportliches Rad gekauft.

Und das sind dann Fitness-Bikes? Was muss man sich darunter vorstellen?

Bernd B.: Das sind eigentlich Rennräder, also sehr leicht mit schmalen Reifen, aber mit geradem Lenker für eine bequeme Sitzposition und eine angenehme Haltung.

Und die Fitness färbt auf die Familie ab...

Cordelia B.: Tomma ist neun und hat mein neues Rad für sich entdeckt. Die kann auch schon damit fahren und das nutzt sie jetzt: Am Wochenende fahren Bernd und Tomma dann schon mal gemeinsam los. Das ist besonders schön, weil sie jetzt wieder den Dangaster Kinder-Triathlon fest ins Auge gefasst hat, an dem sie schon zweimal teilgenommen hat. Für unseren Sohn ist das mit dem großen Rad natürlich noch nichts.

Bernd B.: Mit Fynn machen wir dann alle zusammen am Wochenende gemütliche Touren. Unser Hauptziel ist dann der Vareler Hafen: Fischbrötchen essen. Oder wir fahren nach Obenstrohe die Großeltern besuchen.

Und wenn sie demnächst in Urlaub fliegen, nehmen Sie die Räder auch mit? Ist das nicht kompliziert und teuer?

Bernd B.: Wir werden es sehen. Wir hätten auch die Möglichkeit Räder vor Ort zu mieten. Wir haben uns aber entschieden unsere eigenen Räder mitzunehmen. Die Kosten sind überschaubar. Wir haben dann spezielle Taschen in denen wir die Räder verstauen. Und wenn es uns gefällt, machen wir das bestimmt wieder.

Nun haben Sie ja recht verschiedene Einsatzbereiche: Sie nutzen die Räder im Alltag, mit der ganzen Familie und auch sportlich. Was für Erfahrungen haben Sie da in und um Varel gemacht?

Bernd B.: Wenn wir sportlich mit dem Rad unterwegs sind, nutzen wir grundsätzlich den Radweg, weil ich noch weiß, wie sehr ich mich früher über die Radler auf der Straße geärgert habe. In und um Varel geht das auch sehr gut. Wenn ich aber in Richtung Rastede unterwegs bin, ist der Radweg dann teilweise wirklich in einem schlechtem Zustand und das ist auch gefährlich und unangenehm.

Cordelia B.: Im großen und ganzen bin ich auch zufrieden mit der Situation in Varel. Es sind auch einige Verbesserungen durchgeführt worden. Zum Beispiel die Situation in der Oldenburger Straße in Höhe des neuen EWE-Gebäudes, wo man jetzt nicht mehr gezwungen ist die Straßenseite zu wechseln. Besonders mit und für die Kinder ist das so viel besser. Wenn ich dann aber weiter schaue – in die Neue Straße, da ist die Verkehrsführung für Radfahrer doch sehr unübersichtlich und irreführend. Besonders gut finde ich, dass die Radwege in Obenstrohe Richtung Mühlenteich gebaut wurden. Dort bin ich sonst nie oder sehr ungern Rad gefahren.

Bernd B.: Ja, den nutzen wir dann auch oft. Manchmal hört der Radweg aber auch auf und man muss auf die Straße und da parken dann Autos. Ich denke da an die Stelle, wenn man aus Richtung Hafen kommt, hinter der Bahnhofsbrücke. Die Kinder können dann auf dem Fußweg weiter fahren, sind aber natürlich ganz schön weit weg und an der nächsten Kreuzung ist der Bordstein nicht abgesenkt. Das ist anderswo auch so und das ist schon schwierig für die Kinder.

Familie Brunken

www.vareler-fahrn-fahrrad.de

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