Konzept zum Radverkehr in Endphase

AKTION  Initiative „Vareler fahr’n Fahrrad“ stellt Ziele und Maßnahmen vor – Fahrradtag am 22. April

VAREL/LR - Das Radverkehrskonzept für die Stadt Varel geht in die entscheidende Phase. In den kommenden Wochen sollen die Maßnahmen und Umsetzungsvorschläge ausformuliert und das Konzept insgesamt vorgelegt werden. Die Initiative „Vareler fahr’n Fahrrad“ der Lokalen Agenda und des örtlichen Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat in mehreren Workshops und verschiedenen Befragungen die Grundlagen für das Papier gelegt. Mit breiter öffentlicher Beteiligung und in Abstimmung mit Politik und Verwaltung wurden Hauptradverkehrsrouten in Varel definiert, Verbindungen untersucht und Alternativen heraus gearbeitet. Die Leitlinie des Konzeptes lautet: „Radfahren in Varel - schnell, sicher und bequem!

Das Radverkehrskonzept für die Stadt Varel baut auf dem Verkehrsmodell der Stadt aus dem Jahr 2003 auf. Ziel ist, die Situation für den Radverkehr in Varel nachhaltig zu verbessern, um die Potentiale, die sich für die Stadt bieten, heben zu können. „Das Rad wird als Verkehrsmittel allzu häufig unterschätzt,“ so Frank Glanert, Sprecher der Initiative. „Ein Beispiel: Wenn sich der Anteil des Radverkehrs am Gesamtaufkommen erhöht, entspannt sich die Situation insgesamt, weil Fahrräder einfach weniger Platz in Anspruch nehmen.“ Auch abgesehen von weiteren Vorteilen für Gesundheit und Umwelt stellten sich die positiven Effekte sehr schnell ein, wie man in vielen Kommunen, die sich dem Radverkehr verschrieben hätten, nachvollziehen könne.

Die Grundlagen für das Radverkehrskonzept bilden Befragungen der Bürger und aller Vareler Schüler zu den Verkehrswegen, neuralgischen Punkten und Verbesserungspotential aus dem Jahre 2005. Dabei griff die Initiative auch auf Projektarbeiten des Vareler Wirtschaftsgymnasiums zurück.

Neben der „Sicherheit für Rad fahrende Kinder“ stehen die „Hauptradverkehrswege“ und auch „Tourismus und Freizeit“ im Mittelpunkt der Betrachtungen. Damit werden die Themenschwerpunkte der Workshops mit Bürgern, Politikern, Verwaltung sowie Schulen, Polizei und Verkehrswacht zum Konzept aufgegriffen. Ziele, Maßnahmen und Umsetzungsvorschläge wurden aus den Grundlagen abgeleitet und zum Teil bereits abgestimmt. Ein erstes Sofortprogramm ist schon ausgeführt. „Es zeigt sich, dass oft kleine Maßnahmen eine richtungsweisende Wirkung entfalten, wie zum Beispiel die Optimierung einer Ampelschaltung oder das Umstellen von Mülltonnen am Abfuhrtag. Und es ist bereits jetzt ein Prozess des Umdenkens zu erkennen“, erläuterte Glanert. Auch das Abmarkieren von Fahrrad- und Angebotsstreifen auf der Fahrbahn, die Umgestaltung von Kreuzungen oder auch die Einrichtung von Fahrradstraßen, stellen nach Ansicht der Beteiligten geeignete Mittel dar, die Situation für die Radfahrer zu verbessern und auch sicherer zu machen.

Zudem gibt es Aktionen rund ums Rad. Der Fahrradtag, der am 22. April bereits zum fünften Mal im Rahmen des Frühlingsfestes veranstaltet wird, gehört ebenso dazu wie der „Vareler Fahrradsommer“ im zweiten Jahr. Interessierte sind eingeladen, sich bei den Workshops und Aktionen für die kommenden Jahre einzubringen.

 Mehr Informationen unter

www.vareler-fahrn-fahrrad.de

 

 

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